| | Nach unzähligen "Wir müssen Mal den Stüdlgrat auf den Großglockner machen...", hat es gestern endlich geklappt. Kurzfristig wurde entschieden, am Montag die Tour zu machen. Nicht nur das Wetter, sondern auch die Aussicht, nicht so viele andere Bergsteiger anzutreffen, versprach, die Tour einen Knüller werden zu lassen. Dazu kam es auch.
Die Anfahrt war nicht so begeisternd, will heißen, daß das Auto von Hansjörg Probleme mit dem Turbo hatte und wir deshalb mehr Zeit brauchten als geplant. Zudem hatten wir Probleme, das Lucknerhaus von Kals aus zu finden. Nach einigen Irrfahrten im Dorf konnte es dann losgehen: der Tag war schon lange angebrochen, die Temperaturen angenehm kühl. Der Aufstieg zur Stüdlhütte war bald Geschichte, wir brauchten für die Strecke nur gut 1,5 h. Fast zu schnell, wenn man bedenkt, was uns an diesem Tag noch erwartete. Nach einem Kaffee in der Stüdlhütte (unglaubliche 3,30 Euro für eine Tasse Kaffee) gings dann zum Einstieg des Stüdlgrates. Auch dieser war schnell erreicht. Auf dem Weg dorthin überholten wir eine Seilschaft, die sich gerade vor dem Gletscher anseilte, wir gingen aufgrund des gut gefrorenen Gletschers ohne Seil. Kurze Rast am Einstieg, danach gings los. Vor uns bereits 2 Seilschaften, die wir allerdings bald einholten und überholten, obwohl wir einige Zeit verloren, während wir uns nach kurzer Kletterei doch anseilten. Der Fels war trocken, das Wetter bestens: die Verhältnisse hätten besser nicht sein können. Deshalb waren wir auch bald am Frühstücksplatz, wo wir wieder eine Seilschaft eingeholt hatten und bald auch wieder überholten. Danach gings eigentlich ohne größere Staus recht flott weiter. Wir erreichten den Gipfel des Großglockner um 11.30 Uhr, viel früher als es unser Zeitplan vorausgesagt hatte, obwohl wir den gesamten Stüdlgrat am kurzen Seil gingen. Am Gipfel war es angenehm warm, es waren nicht viele Leute unterwegs. Im Abstieg dann zwar die unausweichlichen Staus in der Glocknerscharte, jedoch auch diese hielten sich in Grenzen (ca. 20 Minuten). Der Rest des Abstiegs ging recht zügig voran, sodaß wir uns in der Adlersruhe noch ein Bier genehmigten, bevors zurück zum Parkplatz ging. Eine kurze Einkehr noch im Lucknerhaus, dann gings nach Hause.
Eine tolle Tour unter perfekten Bedingungen. So wie es nur wenige gibt... |