Vom Parkplatz beim Gasthof Nunewieser gings direkt nach Rein, dort sollte ich mich mit Tom treffen.
Es ging gleich richtig zur Sache, wir gingen gar nicht langsam los. Die Entscheidung, welcher Gipfel angepeilt würde, wollten wir unterwegs treffen. Sowohl Magerstein als auch Barmerspitze waren bereits gespurt, dennoch entschieden wir uns für den Lenkstein.
Tom war bereits vor wenigen Wochen gescheitert, diesmal sollte alles passen: die Schneeverhältnisse konnten besser nicht sein (fast zu viel Schnee), das Wetter wurde immer besser. Ab dem Punkt, wo sich der Weg zur Barmerspitze und zum Lenkstein trennt, war Schwerstarbeit angesagt (für Tom): Spuren in 30 cm Pulver. Zum Glück war Tom gut in Form, mit mir war nicht zu rechnen.
Trotzdem kamen wir zu langsam voran, um 15:30 entschlossen wir nicht mehr weiterzugehen: es galt einen kritischen Hang zu queren und uns fehlten noch gut 400 Höhenmeter bis zum Gipfel, viel zu viel für den noch verbleibenden Tag.
Eine gute und ausgiebige Rast mit allem, was uns noch geblieben war (und das war nicht gerade viel), und dann begann die Abfahrt des Jahres: tiefer tiefer Pulverschnee, jungfräuliche Hänge und keine Menschenseele weit und breit.
Am Ende forderten die vielen Höhenmeter doch noch ihren Tribut, ich hatte wiedermal mit Krämpfen zu kämpfen. Wenn ich aber an diese Tour zurückdenke, werden mit jedoch sicherlich nicht diese einfallen, sondern die Wahnsinnsabfahrt...