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Ein leichter Wind kommt auf

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Obergabelhorn (Arbengrat) - Zinalrothorn (Rothorngrat)

Wallis

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Datum: 2006-07-18 - 2006-07-21
Gipfel: Tourentyp: HochtourObergabelhorn - 4063 m - Arbengrat
Tourentyp: HochtourZinalrothorn - 4221 m - Rothorngrat
Gipfelfoto zur Tour: Obergabelhorn (Arbengrat) - Zinalrothorn (Rothorngrat)


Beschreibung: 
 Am Tag vor der Tour wurde kurzfristig entschlossen, das einmalige Hoch, das schon über das Wochenende für sehr schönes Wetter sorgte, auszunützen, um in die Westalpen zu fahren. Die Ziele verstanden sich fast schon von selbst: Obergabelhorn und Zinalrothorn, sprich Arbengrat und Rothorngrat.

18.07.2006: Die Anreise nach Zermatt war die Längste, die ich bis jetzt bei einer Westalpenfahrt hatte. Wir standen insgesamt über zwei Stunden im Stau (einmal vor Bozen, einmal in Mailand). Endlich in Täsch angekommen (viel später als geplant...), gings nach einer kurzen Kräftigung mit Bratwurst und Bier am Straßenrand in Zermatt weiter Richtung Zmutt und hinauf aufs Arbenbiwak. Wir wußten, daß es ein langer Weg sein würde, wußten aber auch, daß uns der ständige Blick auf die Nordwand des Matterhorn die Mühen etwas vergessen lassen würde. Das war auch so, bis man nicht in Richtung Obergabelhorn abbiegt, das Matterhorn hinter sich läßt und der Weg steiler wird.
Nach über vier Stunden ist das Biwak dann endlich erreicht, jedoch zu unserer üblen Überraschung bereits voll. Einen Platz zum Schlafen fanden wir trotzdem, es war halt nicht das, was wir uns von diesem einmaligen Biwak vorgestellt hatten.

19.07.2006: Während die anderen im Arbenbiwak gleich gegen 4:30 Uhr aufbrachen, warteten wir, bis alle das Biwak verlassen hatten und bereiteten uns dann ein fürstliches (für Biwakverhältnisse) Frühstück. Um 5:15 Uhr starteten auch wir.
Während dem ersten Teil des Aufstiegs wurde immer wieder das Matterhorn fotografiert, das von Minute zu Minute Farbe wechselte. Noch bevor wir den Grat erreichten, überholten wir die meisten anderen Bergsteiger, denen es anscheinend nicht gefiel, daß die 'Langschläfer' sie einholten.
Sobald wir endlich auf dem Arbengrat waren, begann die Tour so richtig interessant zu werden. Das Klettern war in der Kälte zwar nicht so angenehm, es wurde aber mit der Zeit immer besser. Wir gingen zu dritt am kurzen Seil und kamen so recht gut voran. Nur selten wurde Stand-gesichert.
Auf dem Gipfel des Obergabelhorns waren wir dann froh wie kleine Kinder zu Weihnachten: ein toller Berg, den wir für uns alleine hatten (es war niemand außer uns auf dem Gipfel) und ein Wetter, wie man es sonst nur von Postkarten kennt.
Nach einer ausgiebigen Rast gings dann wieder bergab. Was man normalerweise von einem Abstieg denken kann, traf hier nicht zu: wir mußten viel abseilen bzw. abklettern, bis wir endlich den ersten Schneeabschnitt erreichten. Dort Steigeisen anlegen, absteigen zum Großen Gendarm, Steigeisen wieder entfernen, aufsteigen und abseilen, danach Steigeisen wieder anlegen und hinauf unter glühender Sonne zur Wellenkuppe. Von dort wieder ohne Steigeisen über einen ungemütlichen und brüchigen Felsteil zum Gletscher, wo wir bereits den Steinschlag beobachteten, der ständig auf den Gletscher fiel.
Wir entschlossen also, den Gletscher so schnell wie möglich zu überqueren, kamen aber doch in arge Schwierigkeiten: ein massiver Steinschlag ließ uns wie wild den Gletscher schräg bergauf flüchten, hinter uns polterten die Steine in den Schnee.
Nach diesem Schrecken stiegen wir so schnell wie möglich auf die Rothornhütte ab, wo uns ein großartiges Abendessen erwartete (Ossobuchi...).

20.07.2006: Um auf das Zinalrothorn zu gehen frühstückten wir um 3:30 Uhr, um um 4:10 die Rothornhütte zu verlassen. Dem Bergführer Hannes aus Südtirol folgend gings in der Dunkelheit über den Gletscher zuerst bergauf und dann eben in Richtung Rothornjoch nach Südwesten. Um auf den Triftgletscher abzusteigen mußten wir bereits eine sehr heikle und brüchige Stelle überwinden, die uns sehr viel Zeit kostete.
Um dann das Rothornjoch zu erreichen, mußten die verlorenen Höhenmeter natürlich wieder erklettert werden, natürlich wieder in sehr brüchigem Gelände.
Ab dem Rothornjoch gings dann immer am Grat entlang in perfektem Fels hinauf. Tom und Alex waren bald außer Sicht, sodaß Hansjörg und ich eigentlich den größten Teil des Grates alleine und ungestört klettern konnten. Das war vielleicht auch unser Problem, da wir begannen Seillänge um Seillänge zu sichern und somit sehr viel länger brauchten als geplant.
Den großen Gendarm ließen wir aus, umrundeten ihn praktisch, um etwas Zeit zu gewinnen, was uns allerdings auch nicht so sehr gelang. Der letzte Teil, praktisch der Normalweg, war dann nicht mehr so schwierig, da ja in den kritischen Stellen genug Haken usw. vorzufinden waren.
Nach sieben Stunden Gratkletterei auf dem Rothorngrat kamen wir endlich ziemlich ausgelaugt auf den Gipfel des Zinalrothorn, wo Tom und Alex bereits seit mehr als zwei Stunden auf uns warteten. Wir hielten uns dort nicht mehr lange auf begannen sogleich den Abstieg, um noch rechtzeitig zum Abendessen auf die Rothornhütte zu kommen. Dabei seilten wir den Felsteil fast vollkommen ab, den Schneeteil brachten wir im Eiltempo hinter uns.
Wir schafften es zwar knapp nicht mehr zum Abendessen, dennoch bekamen wir noch das volle Menü aufgetischt. Mit dem geplanten Abstieg ins Tal wurde natürlich nichts, wir übernachteten wieder in der Rothornhütte.

21.07.2006: Nach einem zünftigen Frühstück stiegen wir über den herrlichen Hüttenweg nach Zermatt ab. Dort gings erstmal in McDonald's, danach zum Auto, wo wir den Schock bekamen, 33 CHF für 3 Tage parken bezahlen zu müssen.
In Randa trafen wir uns mit Alex, wo wir uns dann trennten: Tom und Alex entschieden, die Dent Blanche zu besteigen, Hansjörg und ich entschieden, nach Hause zu fahren.
Auch die Heimfahrt wurde wieder eine Odyssee: Staus in Mailand und in Brescia, sodaß wir wiederum anstatt 6 Stunden sage und schreibe 8-9 Stunden für die Fahrt benötigten.


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Ausser mir noch dabei: [?]
 PartnerTom   [?]
 PartnerHansjörg   [?]
 PartnerAlex   [?]
Partner


Etappen: 
 09:45 hAufstiegTalort: ZermattZermatt - 1620 m 
 04:15 hAufstiegStützpunkt: ArbenbiwakArbenbiwak - 3224 m 
 01:30 hAufstiegGeländepunkt: Einstieg ArbengratEinstieg Arbengrat - 3500 m
  02:21 h Gipfel: Obergabelhorn Obergabelhorn - 4063 m 
 02:10 hAbstiegGeländepunkt: Obergabelhorn - Großer GendarmObergabelhorn - Großer Gendarm - 3870 m
 00:40 hAbstiegGeländepunkt: WellenkuppeWellenkuppe - 3903 m 
 02:30 hAbstiegStützpunkt: RothornhütteRothornhütte - 3198 m 
 03:10 hAufstiegGeländepunkt: Ober RothornjochOber Rothornjoch - 3835 m 
  07:05 h Gipfel: Zinalrothorn Zinalrothorn - 4221 m 
 03:30 hAbstiegStützpunkt: RothornhütteRothornhütte - 3198 m 
 02:06 hAbstiegTalort: ZermattZermatt - 1620 m 
Etappenfoto zur Tour: Obergabelhorn (Arbengrat) - Zinalrothorn (Rothorngrat)


Google-Maps: 
 


Höhenprofil / Gehzeiten: 
 Höhenprofil zur Tour: Obergabelhorn (Arbengrat) - Zinalrothorn (Rothorngrat)

  Aufstieg (Hm)Aufstieg (Zeit)Abstieg (Hm)Abstieg (Zeit)
 1. Tag1604 m04:15 h0 m00:00 h
 2. Tag872 m04:31 h898 m04:40 h
 3. Tag1023 m10:14 h1023 m03:30 h
 4. Tag0 m00:00 h1578 m02:06 h
 Gesamt3499 m18:60 h3499 m10:16 h


Movies: 
 360-Grad-Rundschau vom Gipfel des Obergabelhorns bei Kaiserwetter

WebCams:
 BeschreibungAusrichtungQualität
 Blick auf das Zinalrothorn von Zinal.Süden
 Blick auf das Zinalrothorn von Zinal.Süden

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