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Ich komme mir vor wie in einer Nordwand

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Piz Badile Nordkante

Bergell

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Datum: 2012-07-26 - 2012-07-28
Gipfel: Tourentyp: KlettertourPiz Badile - 3308 m - Nordkante
Gipfelfoto zur Tour: Piz Badile Nordkante


Beschreibung: 
 Die Idee zu dieser Hammertour stammt von Egon, der fast zum Spaß meinte, wir müssten bei unserem nächsten Arbeitstermin in Glurns eine Bergtour anhängen, und da würde sich der Piz Badile geradezu anbieten. Etwa 2 Wochen nach diesem Vorschlag ist es dann soweit: wir fahren am Donnerstag nach Glurns, tun dort was zu tun ist und fahren anschließend am frühen Nachmittag weiter über den Ofenpass und St. Moritz in die kleine Ortschaft Bondo.
Diese haben wir Gelegenheit gut kennenzulernen: wir suchen nämlich dringend einen Laden und kreuzen dann durch die engen Gassen mit Egons Auto, das sogar eine Schramme abbekommen hat, um die Strassen zum Parkplatz und zu unserem Ausgangspunkt zu suchen. Von da geht es dann um 18:00 Uhr abends bei guten Wetter aber hohen Temperaturen die gut 600 Höhenmeter hinauf zur Sasc FurÓ, und wenn ich meine hinauf, dann heisst das auch: geradewegs, sehr steil hinauf. Die Angst, das Abendessen zu verpassen treibt uns an und so schaffen wir es in genau einer Stunde hinauf zur Hütte: als wir dort ankommen, glauben wir anfangs noch gar nicht, dass wir schon angekommen sind.
Auf der Hütte sind überraschend wenig Leute. Diese Tatsache und das angekündigte Schönwetter versprechen die Tour über die Nordkante einen Hammer werden zu lassen...

Wir gehen gegen 21:00 Uhr zu Bett und frühstücken um 4:00 Uhr. Um 4:20 Uhr verlassen wir als erste die Hütte, die wenigen anderen Seilschaften brechen sofort nach uns auf. Es entwickelt sich ein stilles Rennen in Richtung Einstieg, das wir letztendlich für uns entscheiden. Wir gehen ohne Seil los, entscheiden uns aber noch bevor wir die Kante erreichen uns anzuseilen. Die erste nicht gerade leichte Seillänge macht uns nämlich mit unseren schweren Bergschuhen zu schaffen... Danach gehen wir am gemeinsamen Seil weiter, vor uns eine Seilschaft, hinter uns der Rest der Seilschaften, jedoch alles ohne Stress! Gar nicht so, wie man es oft liest...
Wir kommen gut voran, passieren die Risch-Platte, die Schluesselstelle einige Seillängen danach, kommen eigentlich nur einmal von der richtigen Route ab, gehen dann aber sofort wieder auf die Kante und haben plötzlich nur noch die letzten Meter im Blockgelände vor uns, ehe wir um 10:45 auf dem Gipfel stehen.

Nach kurzer Rast entscheiden wir den Abstieg zu beginnen, unser Plan ist über die Kante abzuseilen. Kurz nachdem wir aber den Abstieg begonnen haben treffen wir auf einen Bergführer, der uns überredet, den Abstieg über den Normalweg mitsamt dem langen Hatsch über die zwei Jöcher zu machen. Das sei einfacher und fast genau so schnell. Um 11:30 beginnen wir somit den Abstieg über den Normalweg, seilen einige Male ab, verfehlen allerdinds das famose Kreuz und seilen deshalb bis auf den Gletscher ab. Dabei bleibt unser Seil zwei Mal hängen, wer weiss wie es uns auf der anderen Seite des Berges ergangen wäre.
Unten angelangt beginnen wir den langen weg zurück. Der Aufstieg auf auf den Passo Porcelizzo ist lang und anstrengend. Unser Wasser ist uns inzwischen ausgegangen und zumindest ich lebe in der Hoffnung, am Vaninetti Biwak Wasser zu finden. Dort angekommen beginne ich mich aber schlecht zu fühlen, meine Arme schlafen ein, mein Gesicht auch und ich habe Probleme zu sprechen. Als ich die Bergrettung allarmieren möchte erscheinen zum Glück zwei Mädchen, die ich kurz vorher überholt hatte und geben mir Traubenzucker und einen Apfel. Egon kommt etwas später nach und hilft mir mit Schnee, den wir schmelzen, um die trockenen Schokoladekekse essen zu können um somit wieder zu Kräften zu kommen.
Nach gut einer Stunde brechen wir wieder auf, um über den Passo Trubinasca wieder in unser Ausgangstal zu gelangen. Auch dieser Abschnitt ist wieder sehr sehr lang, obwohl es hier zum Glück reichlich Wasser zu trinken gibt. Ziemlich erschöpft erreichen wir gegen 19:00 Uhr die Hütte, die wir an diesem Tag nicht mehr verlassen, auch wenn die Pläne dies so vorsahen. Wir essen und trinken reichlich und genießen die Tatsache, diese Traumtour mit diesen Traumbedingungen geschafft zu haben. Das Sitzen an den Tischen ist am Tag nach der Tour einfach viel lockerer...
Die Heimreise treten wir am Tag darauf an, nachdem wir wieder um 4:00 Uhr aufstehen und nach einem gemütlichen Frühstück ins Tal absteigen.


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Etappen: 
 04:00 hAufstiegTalort: Bondo - LaretBondo - Laret - 1377 m 
 01:00 hAufstiegStützpunkt: Sasc. FurÓSasc. FurÓ - 1904 m 
 01:20 hAufstiegGeländepunkt: Einstieg Piz Badile NordkanteEinstieg Piz Badile Nordkante - 2550 m 
  05:00 h Gipfel: Piz Badile Piz Badile - 3308 m 
 02:20 hAbstiegGeländepunkt: P. 2650 (Rif. Gianetti)P. 2650 (Rif. Gianetti) - 2650 m 
 01:00 hAbstiegGeländepunkt: Passo PorcelizzoPasso Porcelizzo - 2961 m 
 00:36 hAbstiegGeländepunkt: P. 2550 (Biv. Vaninetti)P. 2550 (Biv. Vaninetti) - 2550 m 
 00:54 hAbstiegStützpunkt: Bivacco VaninettiBivacco Vaninetti - 2592 m 
 00:40 hAbstiegGeländepunkt: Passo della TrubinascaPasso della Trubinasca - 2701 m 
 01:20 hAbstiegStützpunkt: Sasc. FurÓSasc. FurÓ - 1904 m 
 01:15 hAbstiegTalort: Bondo - LaretBondo - Laret - 1377 m 
Etappenfoto zur Tour: Piz Badile Nordkante


Google-Maps: 
 


Höhenprofil / Gehzeiten: 
 Höhenprofil zur Tour: Piz Badile Nordkante

  Aufstieg (Hm)Aufstieg (Zeit)Abstieg (Hm)Abstieg (Zeit)
 1. Tag527 m01:00 h0 m00:00 h
 2. Tag1866 m08:53 h1866 m04:16 h
 3. Tag0 m00:00 h527 m01:15 h
 Gesamt2393 m09:53 h2393 m05:31 h


Movies: 
 Am Einstieg der Piz Badile Nordkante

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