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Mein erstes Mal auf dem Hochgall

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Weisshorn Nordgrat

Wallis

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Datum: 2012-08-10 - 2012-08-12
Gipfel: Tourentyp: HochtourBishorn - 4153 m
Tourentyp: HochtourWeisshorn - 4505 m - Nordgrat
Gipfelfoto zur Tour: Weisshorn Nordgrat


Beschreibung: 
 Schon seit Wochen beobachte ich das Wetter und die Verhältnisse rund ums Weisshorn, um die geplante Geburtstagstour von Hansjörg umsetzen zu können. Anfang August ist es dann soweit, das Wetter verspricht sich von seiner besten Seite zu zeigen und auch die Urlaube der weiteren Teilnehmer lassen es zu, die drei geplanten Tage zu fixieren.

10.08.2012: Wir starten zeitig um 3:30 Uhr in Terenten und kommen nach ca. 6 Stunden in Visp an, wo wir das Auto parken und mit dem Zug weiterfahren nach Sierre, von wo es dann mit dem Autobus bis nach Zinal geht. Von Zinal aus gehen wir dann den gemütlichen Huettenaufstieg auf die Tracuithuette, auf der wir diesesmal, im Gegensatz zu meinem letzten Besuch, reserviert haben.
Wir geniessen das herrliche Wetter und schiessen ein Foto nach dem anderen, während wir gemütlich aufsteigen. Auf der Hütte passt diesmal alles perfekt, die Vorzeichen stehen also alle gut für den großen Tag.

11.08.2012: Der große Tag beginnt um 2:00 Uhr nachts mit einem Thermosfrühstück, wir sind die einzigen die den Weisshorn Nordgrat besteigen wollen. Ohne Stress bereiten wir uns vor uns stapfen dann in der Dunkelheit auf den Gletscher in Richtung Bishorn. Es wird nicht viel geredet, eigentlich ist das Steigen recht langweilig, trotzdem vergehen die 2 1/2 Stunden irgendwie doch und wir stehen plötzlich in einem Sturm kurz unterhalb des Gipfels des Bishorns und sehen uns gezwungen, bei dieser Eiseskälte die Steigeisen anzuziehen. Nach einigen bangen Minuten sind wir froh wieder losgehen zu können und erreichen so kurz darauf den Gipfel des Bishorns um 5:30 Uhr. Wir warten nicht lange, der Wind gibt uns nämlich zu verstehen, dass er uns den ganzen Tag begleiten möchte, und so steigen wir sofort ab ins Weisshornjoch.
Hier erleben wir einen wunderschönen Sonnenaufgang, der uns den Wind für kurze Zeit vergessen lässt. Weiter gehts über einen kurzen Firnaufstieg, gefolgt von einigen Felsblöcken und erneut einem Firnabschnitt, der uns dann zum eigenlicht Felsteil des Weisshorn Nordgrates führt. Hier rasten wir im Schutze der Felsen das erste Mal, bevor wir uns anseilen und uns an die Arbeit machen. Trotz des Windes macht das Klettern Spaß, ich persönlich fiebere dem Großen Gendarm so richtig entgegen. Als wir ihn erreichen und die zwei Seillängen klettern fühlen wir uns einen Moment lang im Paradies: warme Felsen, strahlend blauer Himmer und kein Wind zu spüren, das alles auf 4000 Metern Höhe... Ja, so könnte das Paradies wirklich ausschauen... Nach dem Kletterintermezzo noch einige Höhenmeter und schon sind wir auf dem Gipfel des Grand Gendarm, von dem wir die Aussicht auf den letzten Abschnitt des Weisshorn Nordgrates, dem Firngrat, geniessen. Auch hier rasten wir wieder ausgiebig, das Wetter steht ja auf unserer Seite.
Der Firnabschnitt letztendlich zu einem Kampf gegen den Wind, der es uns irgendwie nicht gönnen will, den Gipfel zu erreichen, sondern immerzu versucht, uns von der Gratkante zu fegen. In etwas mehr als einer Stunde gehen wir den letzten Teil des Grates und erreichen den Gipfel, den wir mit niemandem teilen müssen. Die Freude ist riesig, auch das Wissen über den langen Abstieg kann unsere Gemüter nicht trüben.
Wir entscheiden uns schon bald für den Abstieg und ruhen uns erst wieder ausgiebig aus, sobald der Großteil des Schneeabschnittes des Ostgrates geschafft ist. Der felsige Teil des Ostgrates wird gekonnt abgeseilt bzw. abgeklettert, bevor dann letztendlich der schlimmste Teil unseres gesamten Unternehmes angepackt wird: der Abstieg vom Frühstücksplatz. Doch irgendwann hat alles ein Ende und so erreichen wir gegen 18:00 Uhr die Weisshornhütte, wo wir zwar nicht reserviert haben, der Wirt uns aber trotzdem irgendwie unterbringt.

12.08.2012: Die Nacht verläuft etwas unruhig, da wir auf Notmatratzen inmitten des Lagers übernachten und die Bergsteiger, die um 2:00 Uhr geweckt werden, zwischen uns umhersteigen. Dafür ist der Morgen aber umso gemütlicher, da wir so gut wie alleine in Ruhe frühstücken, bevor wir uns auf den Weg nach Randa machen, von wo wir mit dem Zug wieder nach Visp fahren.
Auf der Heimfahrt schließen wir die Tour gebührend ab, indem wir wie so oft in Varzo einkehren und uns vom sympathischen Wirt das Menü aufschwatzen lassen, das dann irgendwie immer für alle passt (Facciamo un antipasto e un bis di primi della casa...)

Eine großartige Tour zum runden Geburtstag...


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Ausser mir noch dabei: [?]
 PartnerHansjörg   [?]
 PartnerHubert   [?]
 PartnerAlbert   [?]
Partner


Etappen: 
 07:00 hAufstiegTalort: ZinalZinal - 1680 m 
 03:45 hAufstiegStützpunkt: Cabane de TracuitCabane de Tracuit - 3256 m 
  02:45 h Gipfel: Bishorn Bishorn - 4153 m 
 00:15 hAbstiegGeländepunkt: WeisshornjochWeisshornjoch - 4058 m 
 04:00 hAufstiegGeländepunkt: Weisshorn - Grande GendarmeWeisshorn - Grande Gendarme - 4331 m 
  01:40 h Gipfel: Weisshorn Weisshorn - 4505 m 
 03:00 hAbstiegGeländepunkt: Weisshorn - FrühstücksplatzWeisshorn - Frühstücksplatz - 3916 m 
 01:30 hAbstiegStützpunkt: WeisshornhütteWeisshornhütte - 2932 m 
 02:30 hAbstiegTalort: RandaRanda - 1406 m 
Etappenfoto zur Tour: Weisshorn Nordgrat


Google-Maps: 
 


Höhenprofil / Gehzeiten: 
 Höhenprofil zur Tour: Weisshorn Nordgrat

  Aufstieg (Hm)Aufstieg (Zeit)Abstieg (Hm)Abstieg (Zeit)
 1. Tag1576 m03:45 h0 m00:00 h
 2. Tag1344 m08:25 h1668 m04:45 h
 3. Tag0 m00:00 h1526 m02:30 h
 Gesamt2920 m12:10 h3194 m07:15 h


Movies: 
 Hansjoerg kaempft mit dem Wind am Weisshorn Nordgrat
 Am Weisshorn Nordgrat
 Hansjoergs letzte Schritte am Weisshorn Nordgrat

WebCams:
 BeschreibungAusrichtungQualität
 Blick auf Brunegghorn, einen Teil des Weisshorn Nordgrates und das Bishorn.Westen

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