14.-17.03.2012 4 Tage Oetztaler super-firn
Los gings am Mittwoch nicht all zu frueh in Kurzras hinauf ueber die Skipiste aufs Teufelsegg. Dort hiess es erstmal abfellen und runter auf den Hintereisferner fahren. Hinter uns kamen nun schon die ganzen „Lift-Tourengeher“ herauf, was uns aber nichts ausmachte, da wir nun total einsam hinauf in richtung Langtauferer Spitze spurten. Am hintereisferner richtung Weisskugel war die Hoelle los (ca. 50 Leute), wir gingen unser Tempo und zogen alleine hinauf zum Gipfel, den wir dann nach knapp 5 stunden erreichten. In der warmen Sonne wurde ausgiebig gerastet, und dann konnte die Abfahrt ueber die Nordflanke beginnen. Von oben fuhren wir rechts des Eisbruchs steil hinunter und in wechselndem Schnee gelangten wir auf den Hintereiserferner, wo wir dann nur noch Schuss talaus fuhren mit einem kleinen Gegenanstieg zum Hochjochhospiz.
Am Donnerstag gings frisch erholt von der Huette kurz vor 8 weg, hinauf zum Kesselwandferner und ueber diesen flach weiter zum Fluchtkogel. Dort angekommen, zeigte der blick auf die Uhr, dass der Tag noch zu viele Stunden uebrig hatte, und so entschieden wir uns noch zum Brandenburgerhaus zu gehen und weiter auf die Dahmannspitze. Am Gipfel angekommen, machten wir uns gleich für die Abfahrt ueber den 200hm Hang bereit der besten firn hatte. Am Gletscher angekommen, fellten wir noch einmal auf und gingen in 1 Stunde noch auf die Mittlere Hintereisspitze. Nun war es schon 15 Uhr, und wir waren am diskutieren wo uns denn die beste Abfahrt erwarten wuerde. Schliesslich fiel die Wahl auf die Suedostflanke direkt hinunter zum Hochjochhospiz. Und wir sollten die Entscheidung nicht bereuen: Bester firn vom Gipfel bis zur Huette, die wir nach dieser steilen abfahrt um halb 5 erreichten.
Am Freitag verabschiedeten wir uns vom Hochjochhospiz, in dem wir hervorragend bewirtet wurden, und gingen ueber angenehme Haenge hinauf auf den Saykogel. Direkt vom Gipfel fuhren wir die Suedostflanke ab bis zur Zunge des Sayferner, dort hiess es wieder einmal auffellen, und es ging noch mal hinauf auf den Hauslabkogel. Nach kurzer Rast am Gipfel in absoluter windstille fuhren wir bei super Firn die Suedostflanke hinunter zur Similaunhuette, die wir bereits um 14 Uhr erreichten und somit noch genug Zeit uebrig war das Panorama von der neuen Winterterasse der Huette zu geniessen.
Am Samstag, unserem letzten Tag, ging es den kurzen Anstieg von der Huette hinauf zum Similaun, wo uns ein kalter Wind empfing. Deshalb hielten wir uns nicht lange auf, und fuhren gleich die Ostflanke hinunter zum Grafferner, fellten auf und gingen zuerst auf die Westl. Marzellspitze und anschließend hinueber auf die Mittlere Marzellspitze. Dort machten wir uns gleich an die Abfahrt, da von Sueden bereits Wolken herrannahten. Die Abfahrt ueber den Stockferner, direkt hinunter nach Mitterkaser im Pfossental suchte wieder einmal seinesgleichen. Firn von oben bis unten mit endlosen steilen haengen. Nur die letzten 250 Hoehenmeter mussten wir die ski tragen, was uns aber nach diesen super Tagen nichts mehr ausmachte.
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Date: 19.03.2012
Owner: Florian
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